Der Mikrochip

 

Beschreibung und Nutzen

 

Der Transponder hat die Gr√∂√üe eines Reiskorns und besteht aus einem Microchip mit einer weltweit einmaligen Codenummer in einem Glask√∂rper. Die H√ľlle des Transponders besteht aus biologisch neutralem Material, eine Wanderung des Transponders im Gewebe des Tieres ist nicht m√∂glich.

Der Microchip wird den Tieren auf der linken Halsseite ins Unterhautfettgewebe implantiert- diese Stelle ist international gleich. Die Injektionsnadel des Transponders ist nur etwas gr√∂√üer als eine Impfnadel und kann somit ohne Narkose und Entstehung von Narben eingesetzt werden. Die Prozedur dauert nur wenige Sekunden und kann auch schon bei kleinen K√§tzchen durch gef√ľhrt werden.

Durch die nur einmalig vergebene Codenummer kann der Nachweis von Eigentum und Abstammung des Tieres schnell gekl√§rt werden. Die zentral gef√ľhrten Register erm√∂glichen es, entlaufene Tiere auf Anfrage von Tierheimen, Tier√§rzten oder der Polizei dem Besitzer zuzuordnen. Ebenso k√∂nnen so Tiere gesucht werden. Auch bei Diebstahl eines Tieres oder sonstigen n√∂tigen Besitznachweisen ist der Chip eine Hilfe. Die Kennzeichnung ist F√§lschungssicher, dauerhaft und international anerkannt. Die Chipnummer wird im Impfausweis der Katze eingetragen und sollte gleichzeitig an das Deutsche Haustierregister oder TASSO- Tierregistrierung gemeldet werden. Der Besitzer bekommt von der Registrierungsstelle, wie einen Tierausweis mit allen Daten des Tieres (Codenummer, Fellfarbe, Geschlecht, usw.) zugeschickt.

Das System eignet sich deshalb aber auch zur f√§lschungssicheren Zuweisung von Abstammungspapieren und errungener Titel wie auch Bewertungen. So k√∂nnten Zuchtvereine mit Hilfe der Chipnummer Abstammung, Titel aber auch Zuchtverbote dokumentieren und √ľberwachen. Bei einer Katzenaufstellung k√∂nnte so ohne gro√üen Aufwand die Identit√§t der zur Bewertung stehenden Katze gepr√ľft werden. Und nicht zuletzt der Impfschutz und andere Gesundheitsvorschriften. Auch f√ľr die Zuweisung von Gesundheitstests bei Zuchtkatzen (beispielsweise H√∂rtest) oder tier√§rztlichen Bescheinigungen und vielem mehr ist der Chip unerl√§sslich.

Zus√§tzlich ist es durch den Chip m√∂glich das, in Zuchten verbreitete Krankheiten, sowie Zucht mit ungeeigneten Tieren vermindert wird. Jeder Katzenhalter und besonders jeder Katzenz√ľchter k√∂nnte durch Anwendung von Mikrochips dazu beitragen, das Leben unserer Katzen ein klein wenig sicherer zu machen.

So sieht ein Strich Code aus, der in den Impf- bzw. EU Ausweis geklebt wird.

 

Die Neue EU Regelung

Ab dem 1.7.2004 gilt innerhalb der EU Kennzeichnungspflicht f√ľr Haustiere !Eine Einreise ohne Kennzeichnung des Tieres ist in einigen L√§ndern gar nicht m√∂glich, da hier die Identit√§t zweifelsfrei nachgewiesen werden muss. Unterst√ľtzung findet das System jetzt auch durch einen Vorschlag der Europaeischen Kommission f√ľr eine Verordnung mit der die Anforderungen f√ľr das Reisen von Heimtieren innerhalb der EU harmonisiert werden soll. Darin wird u.a. die eindeutige Kennzeichnung der Tiere mit Hilfe eines Mikrochips gefordert. Alle Personen, die mit ihrer Samtpfote in anderen EU-Mitgliedstaaten reisen wollen, ben√∂tigen den neuen EU-Heimtierpass. Wer nicht beabsichtigt, mit seinem Tier auf Reisen zu gehen, kann auch weiterhin den gelben „Internationalen Impfpass“ verwenden.

Folgende Bestimmungen m√ľssen beachten, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner in ander EU Staaten reisen wollen:

Das Tier muss mit einem Mikrochip oder einer T√§towierung (gilt nur noch bis 3.7.2011) markiert sein, eine g√ľltige Impfung gegen Tollwut haben, die der Tierarzt im EU- Heimtierpass best√§tigt hat, m√ľssen den EU-Heimtierpass mit sich f√ľhren. Diese Regelungen gelten grunds√§tzlich f√ľr den privaten Reiseverkehr mit bis zu f√ľnf Tieren zwischen Mitgliedstaaten der EU. Bei Reisen nach Irland, Schweden und in das Vereinigte K√∂nigreich sind weiter gehende Anforderungen zu erf√ľllen (Nachweis des Tollwutimpfschutz in einer Blutprobe, Nachweis einer Behandlung gegen Bandw√ľrmer und Zecken).

Sofern Sie eine Reise in Nicht-EU-Länder antreten, gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes. Reisen in Drittländer sind nicht durch die EU-Bestimmungen geregelt. Wenn Sie länderspezifische Informationen erhalten möchten, dann folgen Sie bitte diesem Link: www.amtstieraerzte.de

Sollte Ihr Tier schon gekennzeichnet und/oder geimpft sein, kann der Tierarzt/die Tier√§rztin die Angaben vom gelben „Internationalen Impfpass“ in den neuen Eu-Pass √ľbertragen. Er/sie pr√ľft vorher die Kenzeichnung und die G√ľltigkeit der Tollwutimpfung – gegebenenfalls muss die Kennzeichnung erneuert bzw. die Impfung aufgefrischt werden.

Was mit dem alten Impfausweis machen?
In den neuen EU-Heimtierpass k√∂nnen alle Impfungen eingetragen werden. Wer einen EU-Heimtierpass hat, braucht den gelben „Internationalen Impfpass“ nicht mehr. Tierhalter, die nicht beabsichtigen, mit Hund, Katze oder Frettchen ins Ausland zu verreisen, k√∂nnen den „Internationalen Impfpass“ wie bisher weiterverwenden.

Sollten Sie den Versuch starten wollen ohne den neuen EU-Pass zu reisen, m√ľssen Sie mit Problemen an der Grenze rechnen. Im Einzelfall muss mit Sanktionen des jeweiligen Mitgliedstaates gerechnet werden, die bis hin zur Quarant√§nisierung des Tieres reichen k√∂nnen und mit erheblichen Kosten f√ľr den Tierhalter verbunden sind.