Der Katzenkauf

Rassekatze oder Hauskatze?

Wer einfach nur eine Katze will und sich bez√ľglich des Aussehens oder spezieller Eigenschaften keine gro√üen Gedanken macht, der sollte sich aus dem Tierheim oder vom Bauernhof ein K√§tzchen holen. Gegen√ľber den ‚ÄěTierheimkatzen‚Äú haben die kleinen ‚ÄěBauernhofk√§tzchen‚Äú diverse Nachteile, denn sie sind oft krank, verwurmt, meist nicht geimpft und werden viel zu jung abgegeben. Eine Katze aus dem Tierheim wird dies nur verlassen, wenn sie gesund und m√∂glichst auch schon kastriert ist. Daf√ľr ist eine Katze aus dem Tierheim in der Regel nicht mehr so klein. Der unschlagbare Vorteil dieser ‚Äěnormalen‚Äú Hauskatzen gegen√ľber Rassekatzen ist ihr Preis: Oft bekommt man ein Kitten geschenkt, im Tierheim zahlt man lediglich eine geringe Schutzgeb√ľhr!

Dagegen ist eine ‚ÄěRassekatze‚Äú richtig teuer! Aber man bekommt auch etwas f√ľr sein Geld! Vorteile einer Rassekatze von einem guten Z√ľchter sind:
‚Äʬ†¬† das Aussehen und einige Eigenschaften einer Rassekatze sind standardisiert, deshalb wei√ü man bei einem Jungtier schon, wie das erwachsene Tier aussehen wird und welche Anforderungen sie an ihren neuen Besitzer stellt
‚Äʬ†¬† eine Rassekatze ist immer noch irgendwie etwas ‚ÄěBesonderes‚Äú und wenn es nur die Farbe ist, die bei Hauskatzen z.B. nicht vorkommt
‚Äʬ†¬† die Katze kommt voll geimpft und entwurmt (bei uns auch gechipt) zu ihrem neuen Besitzer
‚Äʬ†¬† die Kitten werden fr√ľhestens mit 13 Wochen abgegeben und sind dann schon optimal gepr√§gt und sozialisiert
‚Äʬ†¬† man wei√ü genau, wo und wie die Katze aufgewachsen ist, Sie lernen den Z√ľchter und die Zucht kennen
‚Äʬ†¬† viele Z√ľchter bringen die Kitten in ihr neues Zuhause und k√∂nnen dann oft gute Tipps, die eventuell nur auf die Rasse zutreffend sind, geben und somit die Eingew√∂hnung im neuen Heim f√ľr beide Seiten erleichtern; Sie erfahren dabei auch von kleinen Eigenheiten und Vorlieben Ihres neuen Hausgenossen
‚Äʬ†¬† ein guter Z√ľchter steht auch Jahre nach dem Kauf, mit Rat und Tat zur Seite, wenn man Probleme oder einfach nur Fragen hat!

Wenn Sie sich also nun f√ľr ein Rassek√§tzchen entschieden haben, sehen Sie sich in Ruhe um! W√§hlen Sie die Rasse, die am besten zu Ihrem Lebensstil passt und die Ihnen auch optisch am ehesten zusagt. Bedenken Sie immer, es soll eine Entscheidung f√ľr etwa 18 Jahre sein und die sollte, in beiderseitigem Interesse, wohl √ľberlegt sein!

Eine oder mehrere Katzen?

Wer sicher ist, dass er nur ein Tier m√∂chte und auch sehr viel Zeit zu Hause ist, der kann prima eine Einzelkatze halten! Die Tierheime sind voll mit Katzen, die mit Artgenossen nicht klar kommen. Manche haben schon als Kitten einen so dominanten Charakter, dass ihnen sp√§ter besser kein Artgenosse zugemutet werden sollte. Auch Z√ľchter sind hin und wieder auf der Suche nach einem Einzelplatz f√ľr ein Tier. Einzelpl√§tze sind also teilweise recht begehrt, deshalb sollten Sie, wenn Sie wirklich nur ein Tier wollen, solch einer Einzelkatze eine Chance geben. Sie wird es Ihnen mit Sicherheit danken! Bitte machen Sie aber keine Katze, die ein normales Sozialverhalten gegen√ľber Artgenossen zeigt, zu einer Einzelkatze. Je l√§nger Katzen allein mit Menschen leben, um so schwerer akzeptieren sie einen Artgenossen! Man bekommt nicht weniger Liebe und Zutrauen von der einzelnen Katze, wenn man zwei Tiere hat! Wenn Sie au√üer Haus sind, k√∂nnen sich zwei Tiere miteinander besch√§ftigen, schmusen und m√ľde spielen. Da gibt es keine Langeweile, die Katzen sind ausgeglichen und kommen nicht auf „dumme Gedanken“!

Also: Zwei Katzen sind besser als eine! Am besten sind Wurfgeschwister, die sich auch gut verstehen. Bei Rassekatzen gibt das vielleicht Probleme. Erstens ist der Preis f√ľr zwei Kitten dann doch recht hoch, auch wenn in diesem Fall etwas Preisnachlass gew√§hrt wird. Zweitens ist nicht immer noch ein Geschwisterpaar zu haben (die anderen Kitten des Wurfes k√∂nnen vorbestellt oder bereits verkauft sein, der Z√ľchter m√∂chte das sch√∂nste Tier vielleicht in die Zucht nehmen, oder es ist das letzte Baby). Vielleicht gef√§llt einem aber auch nur ein Kitten, dann sollten Sie nicht aus Verzweiflung ein Geschwisterchen dazu nehmen. Eventuell hat der Z√ľchter auch ein √§lteres, bereits kastriertes Tier abzugeben, welches sich mit dem Jungtier gut versteht. Oder er kann Ihnen einen anderen guten Z√ľchter empfehlen, der gerade Kitten im √§hnlichen Alter hat.

Grunds√§tzlich hat ein Jungtier die gr√∂√üte Chance, von der „alten“ Mieze akzeptiert zu werden. Es kann auch eine erwachsene Katze als zweites funktionieren, aber es ist schwieriger und riskanter. Die „alte“ Katze musste bisher ihren Menschen und ihr Revier nicht teilen. Deshalb wird sie sich mit einem Baby, welches ja noch nicht geschlechtsreif ist, eher arrangieren als mit einem ausgewachsenen „Rivalen“. Jede Katze reagiert in dieser Situation jedoch anders und deshalb muss man es einfach ausprobieren! 6 Wochen sollte man den Tieren aber schon geben, eh man sagt: „Das funktioniert nie!“.

Katzen die lange als Einzeltiere lebten, haben oft das Problem, die eigene Sprache der Katzen nicht zu verstehen! Die die mit Artgenossen aufwachsen, lernen sich untereinander zu verständigen. So erlernen sie Dinge, wie z.B. flehmen, die das Einzeltier nicht deuten kann.

Mit jeder weiteren Katze, die dazu kommt, ist es eigentlich dasselbe! Aber zwei Katzen werden sich schneller an eine Dritte gewöhnen, als die erste Solokatze an die Zweite! Welche Anzahl an Katzen das Beste ist, hängt vom Wesen der Tiere und von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Wir geben Katzen nur in Einzelfällen in Einzelhaltung ab und freuen uns, wenn eines unserer Zwerge als Zweitkatze in ein neues Heim ziehen soll oder mit einem Geschwisterkind ausziehen darf.

Die Haltung einer einzelnen Katze bitte nur dann, wenn die Katze von sich aus keinen Artgenossen neben sich duldet.

Was zeichnet einen seri√∂sen Z√ľchter aus?

Eigenschaften eines guten Z√ľchters sind:
‚Äʬ†¬† Zeit und Geduld
‚Äʬ†¬† Erfahrung und ein guter Blick f√ľr die Charakteristika seiner Rasse, wie z.B. Vitalit√§t, Wesen und Sch√∂nheitsmerkmale
‚Äʬ†¬† Erkennen und Auswahl der gew√ľnschten Merkmale
‚Äʬ†¬† Beschr√§nkung auf eine √ľberschaubare Anzahl der Auswahlkriterien
‚Äʬ†¬† Gesundheit und rassetypisches Wesen. Diese Eigenschaften sollten ihm vor Farbe und √§u√üerliche Merkmale gehen
‚Äʬ†¬† Anwendung von Auslese, kombiniert mit gem√§√üigter bzw. keiner Inzucht bei der Planung seines Zuchtziels.

Alle Katze sollten in einem sauberen und gepflegten Zustand sein. Die Katzen sollten sich m√∂glichst in der ganzen Wohnung frei bewegen k√∂nnen. Bedenken Sie bitte, Katzenhaltung hinterl√§sst immer Spuren! Ein leichter Uringeruch sagt nichts √ľber die Sauberkeit in der Wohnung aus, gerade dann wenn ein potenter Kater vorhanden ist. Dort wo mehrere Tiere leben wird es immer etwas nach Tier riechen! Riecht es dagegen penetrant, so sollte man sich nicht scheuen zu fragen woran das liegt: eventuell ist der Grund, dass der hauseigene Kater ab und an markiert.

Ein seri√∂ser Z√ľchter versorgt alle seine Katzen mit j√§hrlichen Impfungen und Gesundheitschecks. Fragen Sie danach, dies ist ein kostenintensiver Faktor, der jedoch unabdingbar ist und dem leider viel zu wenig Aufmerksamkeit von Seiten des K√§ufers beigemessen wird.Die Katzen sollen hochwertige Nahrung bekommen und evtl. Zusatzstoffe auf Naturbasis.

Regelm√§√üige Ausstellungsbesuche sind f√ľr den Z√ľchter wichtig: der Vergleich mit anderen Katzen zeigt, ob die Katzen rassetypisch und damit zuchtgeeignet sind.

Zu einer Rassekatze geh√∂rt ein Stammbaum, es ist so zusagen der Personalausweis der Katze. Er garantiert dem K√§ufer auch die optimale Aufzucht des Kittens, da der Z√ľchter durch Wurfabnahmen kontrolliert wird. Eine „Rassekatze“ ohne Papiere ist nicht nur deshalb billiger, weil sie keine hat. Papiere kosten ca. 12,50.- bis 30.- Euro je nach Verein! Preisunterschiede entstehen vielmehr bei der unterschiedlichen Aufzucht eines Wurfes. Die sinnlose Vermehrung und Ausbeutung des Muttertieres wird vermieden, wenn der Z√ľchter f√ľr seine Kitten Papiere vorweisen kann. Jede K√§tzin darf in einer geregelten Zucht innerhalb von zwei Jahren nur drei W√ľrfe zur Welt bringen. Jungtiere werden fr√ľhestens mit 12 Wochen abgegeben: sie sind mehrfach entwurmt und haben eine komplette Grundimmunisierung gegen Katzenseuche- und schnupfen und ggf. Chlamydien, Leukose und Tollwut erhalten, dokumentiert im Impfpass. In diesem Alter sind sie stubenrein, entw√∂hnt und charakterlich soweit gefestigt, dass sie ohne Probleme in ein neues Heim umziehen k√∂nnen.

Kann man mit der Katzenzucht Geld verdienen?

Ja, man kann! Voraussetzung f√ľr das „gro√üe Geld“ ist eine Massentierhaltung. Wer nicht aus Tierliebe und Faszination z√ľchtet, sondern nur aus Profitgier und keinen emotionalen Bezug zu seinen Tieren hat, kann mit Massenhaltung und K√§fig- oder Kelleraufzucht finanzielle Gewinne erzielen. Dies mit der Konsequenz, dass die Zuchttiere bis zur Ersch√∂pfung ausgebeutet und sp√§ter als Kastraten abgeschoben werden. Die Kitten wachsen ohne menschliche N√§he und in unnat√ľrlicher Umgebung auf. Die medizinische Versorgung wird auf ein Minimum reduziert. Wer ein Baby aus einem solchen Vermehrungsbetrieb erwirbt, wird aller Voraussicht nach b√∂se entt√§uscht werden, da die Tiere sehr oft k√∂rperliche und seelische Sch√§den haben.

Bei den privaten Hobbyz√ľchtern sieht die Sache meist anders aus: es werden nur wenige Tiere in der Wohnung bzw. im Haus gehalten und bis ans Lebensende gepflegt. Die Zuchttiere bekommen nur gelegentlich Nachwuchs, der intensiv betreut wird. Hochwertiges Futter, umfassende Betreuung und tier√§rztliche Versorgung sind sehr kostspielig. Mit dem Babyverkauf werden die Ausgaben h√§ufig nicht abgedeckt. Und die Verluste k√∂nnen noch nicht einmal steuerlich geltend gemacht werden.

Wer sich Katzen nur kauft, um mit einer kleinen Zucht Geld zu verdienen, begibt sich auf einen Holzweg. Er wird letztendlich zum Nulltarif viele Arbeitsstunden verrichten!

Nachfolgend eine kleine Kostenauflistung, die nat√ľrlich f√ľr jeden Z√ľchter anders ausf√§llt:
Eine Zuchtk√§tzin kostet im Laufe ihres Lebens, wenn alles gut l√§uft, mindestens 9.000,- Euro. Sie bekommt einen Wurf pro Jahr (wenn, bei uns, √ľberhaupt!) und wird mit sp√§testens acht Jahren kastriert. Man zieht also im g√ľnstigsten Fall sieben W√ľrfe √† vier Babys gro√ü. Die anteiligen Kosten je Baby betragen also mindestens 320,- Euro. Viele Zuchtkatzen bekommen jedoch weniger Nachwuchs!

Ein Baby kostet mindestens:
Anteilige Kosten f√ľr das Muttertier
390,00 ‚ā¨
Anteilige Deckkosten (variieren!)
350,00 ‚ā¨
Futter und Streu
200,00 ‚ā¨
Impfen, Entwurmen, Stammbaum
200,00 ‚ā¨
Sonstige medizinische Versorgung
230,00 ‚ā¨
Annoncen, Ausstellungen, sonstiges
230,00 ‚ā¨
Zwischensumme 1600,00 ‚ā¨

Hinzu kommen Kosten f√ľr Ausstattung und Abnutzung der Wohnungseinrichtung. Katzenbabys stellen die Haltbarkeit der M√∂bel auf eine harte Probe. Des weiteren braucht man als Z√ľchter mehr Platz. Eine gr√∂√üere Wohnung bzw. Haus f√ľhrt zu h√∂heren Kosten. Zudem erfordert eine Hobbyzucht einen hohen Zeitaufwand und st√§ndige Verf√ľgbarkeit.

Fazit: Bei einem Kaufpreis von 1500,- Euro zockt der Hobbyz√ľchter niemanden ab, sondern ‚Äělegt drauf‚Äú.

Was kostet nun eine Rassekatze?

Es l√§sst sich nun durchaus nachvollziehen, dass sich an einer seri√∂sen Hobbyzucht von Rassekatzen tats√§chlich nichts verdienen l√§sst. Daher sollte dieses kostenintensive Hobby nur von Menschen ausge√ľbt werden, die √ľber gen√ľgend Platz, Zeit und das n√∂tige Kleingeld verf√ľgen. Dasselbe gilt auch f√ľr den Kaufinteressenten. K√∂nnen Sie den Lebensraum, die Zeit und die mit der ordentlichen Haltung verbundenen Kosten aufbringen? Die Lebenserwartung einer ordnungsgem√§√ü aufgezogenen Katze aus guter Zucht liegt bei bis zu 18 Jahren und so manches Mal sogar mehr‚Ķ F√ľr den K√§ufer, der ein K√§tzchen zum so genannten Liebhaberpreis erwirbt, bedeutet dieser Kaufpreis bei einer Lebenserwartung von z.B. 14 Jahren (gerechnet mit einem durschnittlichem Kaufpreis von 1200,- Euro):

‚Äʬ†¬† Euro 107,14,- im Jahr
‚Äʬ†¬† Euro 8,92,- im Monat
‚Äʬ†¬† ergibt ganze 30 Cent am Tag !!!

Dies ist jedoch nur ein Bruchteil der Kosten, die jede Katze (auch das geschenkte Kätzchen) verursacht. Dieses Geschenk ist oft ungeimpft, nicht entwurmt hat Parasiten und ist womöglich noch krank.

Empfinden Sie gepflegte, mit viel Liebe und Kenntnis aufgezogene Rassek√§tzchen immer noch als „sooo“ teuer ?
Lassen Sie sich vom Z√ľchter genau aufkl√§ren, was er seinen Jungtieren und Zuchtkatzen an Gesundheitsvorsorge bietet und vergleichen Sie dies mit dem geforderten Kaufpreis. Sie werden daran einen guten Z√ľchter und den angemessenen Preis erkennen! Ein gesundes, vollst√§ndig geimpftes Jungtier mit Stammbaum, das in einer seri√∂sen Hobby-Zucht liebevoll aufgezogen wird, bietet beste Voraussetzungen f√ľr ein gl√ľckliches und sorgenfreies Zusammenleben von Mensch und Katze.

Was d√ľrfen Sie von einem Kitten aus unserer Zucht erwarten?

‚Äʬ†¬† Abgabe der Kitten fr√ľhestens mit 13 Wochen,
‚Äʬ†¬† unsere Kitten sind mehrfach entwurmt,
‚Äʬ†¬† unsere Kitten sind komplett geimpft gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (auf Wunsch auch gegen Clamydie, Leukose und/ oder Tollwut)
‚Äʬ†¬† unsere Kitten sind bei Abgabe gechipt,
‚Äʬ†¬† die Abgabe erfolgt grunds√§tzlich nur mit Kaufvertrag und Stammbaum (bzw. mit der Kopie des Stammbaums, das Original wird nach Vorlage der Kastrationsbescheinigung zugesandt)
‚Äʬ†¬† soweit vorhanden Ausstellungsurkunden,
‚Äʬ†¬† Fotos √ľber die Entwicklung in den ersten Wochen,
‚Äʬ†¬† Ratschl√§ge und Informationen auch nach dem Kauf,
‚Äʬ†¬† Zuchtanf√§ngern geben wir gerne Starthilfe!

Unsere Kitten werden mit viel Liebe und Sorgfalt aufgezogen, deshalb erwarten wir von unseren K√§ufern, dass Sie sich als optimale Katzeneltern bew√§hren. Das K√§tzchen Ihrer Wahl hatte einen optimalen Start ins Leben, Sie sollten daf√ľr sorgen, dass es ihm auch weiterhin so gut geht! Dann bleibt uns nur noch zu hoffen, dass wir mit unseren K√§ufern einen guten Kontakt halten und ab und an mal ein sch√∂nes Foto von Ihrem Stubentiger bekommen, damit wir uns √ľber seine weitere Entwicklung informieren k√∂nnen.

Was kostet ein Kitten aus unserer Zucht?

Ein Britenkitten aus unserer Zucht kostet f√ľr Liebhaber ab etwa 1500,- Euro, welche wir nur in die besten H√§nde abgeben. Verkaufen wir ein Jungtier an eine andere Zucht, kostet ein Jungtier ab 1900,- Euro. Man sollte sich dar√ľber im klaren sein, dass wir √ľber Rassekatzen mit Stammbaum aus einer guten Zucht sprechen. Oft sind die Leute richtig schockiert, wenn sie h√∂ren, was eine Rassekatze kostet. Vielleicht fangen deshalb so viele Leute mit der Zucht an, weil sie hoffen, damit das gro√üe Geld zu machen, da man ja die Tiere so teuer verkaufen kann. Aber weit gefehlt, Katzenzucht ist ein richtig teures Hobby, bei dem man ganz neben Nerven und Zeit, auch ein finanzielles Polster braucht, um eventuelle R√ľckschl√§ge jeder Art √ľberwinden zu k√∂nnen. Da Rassekatzen so ‚Äěteuer‚Äú sind, versuchen die Leute immer wieder billig an ein Rassetier zu kommen. Aber eine einfache ‚ÄěHauskatze‚Äú tut es da nicht; Nein, man will schon eine Rassekatze, aber nicht f√ľr soviel Geld.

‚ÄěIch will ja nicht z√ľchten, dann brauch ich auch keinen Stammbaum! Solche Tiere sind doch sicher billiger?!‚Äú ‚Äď das erste Argument, um mit wenig finanzieller Beteiligung doch zu seiner Traumkatze zu kommen. Um mit einer Katze z√ľchten zu d√ľrfen ben√∂tigt man einen Stammbaum und zus√§tzlich die Einwilligung des Z√ľchters. Dem Liebhaber garantiert der Stammbaum die Reinrassigkeit seines Tieres, so dass man sicher sein kann, auch das zu bekommen, was man sich gew√ľnscht hat! Schon bei manchen gl√ľcklichen Katzeneltern kam es vor, das sich die reinrassige K√§tzchen als waschechter Mischling entpuppt hat.

‚ÄěDie Katze kann ruhig einige kleine Sch√∂nheitsfehler haben, dann ist sie bestimmt billiger! Oder?‚Äú ‚Äď auch diese Meinung wird oft vertreten, ist aber mit Sicherheit nicht gerechtfertigt. Was ist ein ‚Äěkleiner‚Äú Sch√∂nheitsfehler? Kein Tier aus einer Zucht wird je perfekt sein, jedes hat seine ‚Äěkleinen‚Äú Sch√∂nheitsfehler.

Es gibt viele Kosten, die ein Wurf schon im Vorfeld verursacht (Ausstellungen und Gesundheitsvorsorge der Eltern, Deckgeb√ľhr, medizinische Betreuung der Mutter w√§hrend der Schwangerschaft u.s.w.). Ist der Wurf da, kommen noch etliche weitere Ausgaben auf uns zu ‚Äď Futter- und Streukosten, Impfungen, Kosten f√ľr die Stammb√§ume, Werbung f√ľr den Verkauf der Babys, u.s.w. – die Liste lie√üe sich noch um Einiges erweitern. Wenn Sie Spa√ü haben, rechnen Sie doch mal zusammen oder schauen nocheinmal oben in der Auflistung nach! Sp√§testens dann d√ľrfte klar sein, warum mit der Katzenzucht nichts zu verdienen ist, und man froh sein kann, wenn man die Kosten deckt. ‚ÄěGewinn‚Äú wird man so nicht machen! Aber das ist auch garnicht unser Ziel!!!. Wir wollen nur, dass mit einem Preis ab 1500 Euro f√ľr ein Kitten aus unserer Zucht, unsere Arbeit ein wenig honoriert wird. Deshalb lassen wir auch nicht mit uns handeln, denn diesen Preis sind unsere Tiere mit Sicherheit wert! Zudem betrachten wir diesen Betrag auch als Lebensversicherung f√ľr unsere Katzen. Wer ‚Äěso viel‚Äú Geld f√ľr ein K√§tzchen ausgegeben hat, wird sich nicht so leichtfertig wieder von ihm trennen oder es vernachl√§ssigen.

Beachtenswerte Denkanstösse, speziell zum Kauf der Colourpoint

Schon so manches Mal, mussten in der Vergangenheit Verwunderung erleben, wenn der Blick auf unsere Katzen fiel: ‚ÄěDie haben ja wirklich so blaue Augen wie auf den Fotos…‚Äú.

In Gespr√§chen ergab sich dann, dass bereits Besuche bei anderen Z√ľchtern stattfanden, die auf ihren Websites Tiere mit tollen blauen Augen pr√§sentierten, was sich widerum in der Realit√§t ganz anders zeigte. Daher hat so mancher Interessent das Richtige gemacht und ist wieder abger√ľckt.

Mit diesen Zeilen möchte ich speziell bei den Colourpoints bleiben und nicht im Detail auf das Thema Katzenkauf eingehen.
Dazu konnten Sie in den obigen Zeilen, ja schon einiges erfahren.

Vom Entschluss ein K√§tzchen adoptieren zu wollen, bis zum Einzug von diesem kleinen Wesen, vergehen viele Momente mit denen sich die zuk√ľnftigen Adoptiveltern auseinander setzen m√ľssen.
Nun wurde eine Entscheidung getroffen und es sind eine Menge Fragen zu kl√§ren, welche zum einen durch den Familienrat gekl√§rt werden m√ľssen und zum Anderen zum Beispiel durch Gespr√§che mit kundigen Z√ľchtern, Tier√§rzten, Bekannten, Verwandten, etc.

Nun kann es erst einmal losgehen!
Man ist sich einig, das ein Samtpfötchen einziehen soll. Ein Pummelchen, mit blauen Augen und dann auch noch dieser tolle Fellzeichnung, soll es sein.
An dieser Stelle wissen viele noch nicht das sie ein Briten in Colourpoint m√∂chten…
Doch wie geht man nun am besten vor?

Man befragt Freunde, Bekannte oder Verwandte die unter Umst√§nden genau die Katze Zuhause haben die man selbst gerne h√§tte, um den hiesigen Z√ľchter zu kontaktieren; aber auch um erst einmal heraus zu finden, um welche Rasse es sich handelt.

Man kauft Zeitschriften, jedoch ist das dortige ‚ÄěAngebot‚Äú in der Regel beschr√§nkt, aber vielleicht ist da ja ein Bild von der Katze seiner Vorstellung dabei und man wei√ü nun um welches Rasse es sich handelt?!
Zu guter letzt durchforstet man das Internet und da geht die Informationsflut los.
Wenn man die Suchmaschinen befragt, gibt es Unmengen an Sucherergebnissen und wie soll es sein, so richtig findet man auch dort nicht das, was einem auf Anhieb sympathisch ist.

Also werden online Anzeigenmärkte befragt und siehe da Рjede Menge junger und erwachsener Kätzchen die ein neues Zuhause suchen.
Sp√§testens hier wird man bez√ľglich seiner Wunschrasse und Farbe ein wenig schlauer. Mit diesen Informationen wird die Suche einfacher – denkt man!

Nun, Sie wissen also, dass Sie einen Britisch Kurzhaar (BKH) oder eben Britisch Langhaar (BLH, Britanica, Highlander) in Colourpoint suchen.
Das Angebot ist gro√ü und die in erster Linie sind alle Gro√üen und Kleinen irgendwie s√ľ√ü, niedlich oder umwerfend.
Wenn man aber ein zweites Mal hinschaut, dann unterscheiden sich die ‚ÄěAngebote‚Äú aber schon. Da sind Kitten mit tiefblauen Augen und welche mit hellblauen Augen, einige schauen total schief, andere √§ngstlich und wieder andere sehen irgendwie gar nicht pummelig aus.
Also was tun?

In erster Linie vertrauen Sie ihrem eigenen Menschenverstand und auch ihrem Bauchgef√ľhl. Handeln Sie, wie Sie es sonst auch tun w√ľrden. Verzichten Sie auf super g√ľnstige Angebote, Tiere ohne Papiere mit dem Versprechen auf Reinrassigkeit (gesetzlich gesehen, ist nur das Tier reinrassig, was auch einen Stammbaum hat!), etc. .

Es gibt auch unter den Z√ľchtern mit Papieren Leute, die kein H√§ndchen f√ľr die Zucht haben und eher untypische Briten ‚Äěz√ľchten‚Äú; Aber wenn Sie sich ein wenig Zeit f√ľr Vergleiche lassen und unten stehende Denkanst√∂sse ber√ľcksichtigen, sind Sie schon ein St√ľck weiter.
Leider gibt es gerade bei den Colourpoint-Z√ľchtern viele Leute die die Autokorrektur ihres Grafikprogramms missbrauchen und so (dunkel) blaue Augen zaubern, wo eigentlich gar keine sind.
Daher bleibt Ihnen nichts anderes √ľbrig als sich die Bilder auf der entsprechenden Website anzuschauen und zu vergleichen.
Sehen Sie vielleicht eine lila-, rosa- oder andere Decke die extrem farbig ist und sehen in der Galerie oder ähnliches, Bilder mit dem selben Hintergrund, aber viel flauer?
Oder mal haben die Katzen wasserblaue Augen und mal ganz intensiv blaue Augen?
Das sollt Ihnen zu denken geben!
Wir haben einmal ein paar Bilder, im Original und per Autokorrektur bearbeitet, in diesem Text eingestelt, damit Sie den Unterschied sehen können.

Im Weiteren folgende Gedankenanst√∂√üe…
‚Äʬ†¬†Suchen Sie √ľber Suchmaschinen einfach einmal nach Tieren aus dieser Zucht – wie sind dort die Augenfarben? Im √úbrigen ist es nicht zwangsl√§ufig ein Pro, wenn von dem entsprechenden Z√ľchter viele Tiere in der Zucht sind.
‚Äʬ†¬† Wie sehen diese Tiere als Erwachsene aus?
‚Äʬ†¬† Haben Sie eine gute blaue Augenfarbe?
‚Äʬ†¬† Kann man auf der Z√ľchter- Website die ehemaligen Z√∂glinge betrachten? Wenn ja, vergleichen Sie diese Tiere.
‚Äʬ†¬† Sind die Elterntiere ‚Äěpummelig‚Äú und entspr√§chen den eigenen Vorstellungen?
‚Äʬ† Schielen die Elterntiere oder haben ‚Äěnur‚Äú einen Silberblick? Solche Tiere geh√∂ren nicht in die Zucht und Jungtiere daraus k√∂nnen diesen Defekt, nebst der dazugeh√∂rigen m√∂glichen Probleme geerbt haben.
‚Äʬ† Schielt das entsprechende Jungtier? Bis zu einem gewissen Alter ist das nicht ungew√∂hlich, aber sp√§testens mit 11 Wochen, sollte auch das nicht mehr vorhanden sein.

Nun hatten Sie bereits ein paar Denkanst√∂√üe, um √ľber die Z√ľchterwahl vor einem ersten Kontakt zu entscheiden.

Nun steht einem Kontakt mit dem Z√ľchter nichts mehr im Wege und Sie k√∂nnen den entsprechenden Termin vereinbaren.

√úberlegen Sie sich bereits vor dem ersten Kontakt die f√ľr Sie wichtigen Fragen und schreiben sie diese am besten aus.
In der Regel ist vor Aufregung immer alles weg ūüôā

Wenn Sie vor Ort sind, achten Sie auf die Augen der Eltern Рwie farbintensiv sind sie wirklich und wie wurden sie auf der Website präsentiert? Sehen Sie extreme Unterschiede?
Sprechen Sie den Z√ľchter direkt auf Ihre Beobachtung an!
Die Augenfarbe eines Kitten verändert sich, weshalb ein Bild nur eine Momentaufnahme ist, aber wenn die Augenfarben der Eltern auf der Website in einem strahlenden blau präsentiert wurden, dann sollten sie es auch im reelen Leben sein.

‚Äʬ†¬†Schauen Sie sich nicht nur die Augenfarbe selbst an, sondern achten auch einmal auf die Pupillen selbst. Zittern diese auff√§llig hin und her? Wenn ja, dann ist das ein Defekt der einen Zuchtausschluss bedeutet! Es ist neben der dazu geh√∂rigen Probleme vererbbar!

‚Äʬ† Gefallen ihnen die Elterntiere auch vor Ort?
‚Äʬ†¬†Wie benehmend sich die Samtpf√∂tchen w√§hrend Ihres Besuchs?
‚Äʬ†¬†Wenn Sie die Fotos der Kitten im Kopf haben und sie nun reel sehen – haben Sie das Gef√ľhl, dass es sich um das ausgew√§hlte Tier handelt?
‚Äʬ†¬†Sind die Elterntiere wieder zu erkennen?

Stellen Sie dem Z√ľchter die Fragen die ihnen auf dem¬†Herzen liegen!

Erfragen Sie, wie der Z√ľchter die Entwicklung der Augenfarbe des ensprechenden K√§tzchens einsch√§tzt – kann er ggf. eine entsprechende Katze im erwachsenen Alter zeigen? Alles in allem m√ľssen Sie sich selbst befragen, was Ihnen am wichtigsten ist, ob Sie dem Z√ľchter ihrer Wahl vertrauen k√∂nnen und vor allem m√∂chten.

Ich hoffe meine Zeilen bieten Ihnen eine kleine Hilfestellung und nun w√ľnsche ich Ihnen nun viel Erfolg bei der Eroberung eines Katzenherzchens!