Ausstellungen - das kleine 1x1

 

Allgemeines

Katzenausstellungen finden nahezu an jedem Wochenende in Deutschland statt. Ausgenommen ist hier allerdings der Hochsommer, denn man m√∂chte den Zwei- und Vierbeinern gleicherma√üen, den Stress in der Hitze ersparen. √úberzeugte Ausstellungsfreunde fahren auch quer durch Deutschland und bis √ľber diese Grenzen hinaus…

Eine Ausstellung ist ein Erlebnis f√ľr Aussteller, Besucher, Veranstalter und Richter zugleich. Denn Z√ľchter lassen Ihre Samtpfoten von (verschiedenen) internationalen, unabh√§ngigen Richtern bewerten. Richter haben die M√∂glichkeit, Tiere nach dem Rassestandard zu Beurteilen und dementsprechend zu bewerten und sie lernen von Ausstellung zu Ausstellung die unterschiedlichsten Tiere kennen. Die Beurteilungen durch einen Richter sind f√ľr Z√ľchter recht wichtig, da diese bewerten ob ein Tier dem Standard (ann√§hernd) entspricht und somit zur Zucht geeignet ist. Veranstalter beweisen immer wieder ihr Organisationsverm√∂gen und Zuschauer profitieren von den vielen verschiedenen Rassen die sie live erleben d√ľrfen auf solch einer Ausstellung zu sehen sind. Au√üerdem gibt es f√ľr Katzenfreunde immer jede Menge „K√§tzisches“ zu erwerben, damit der Stubentiger daheim auch was von solch einer Ausstellung hat, obwohl er gar nicht mit dabei war ;o) Manch un√ľberzeugter Zweibeiner hat sich auf einer Katzenausstellung f√ľr ein Leben lang verliebt und hat nun einen kleinen Hausgeist daheim…

Aber nicht nur Z√ľchter stellen ihre Tiere aus; denn auch vielen Liebhabern macht es Spa√ü an solchen Ausstellungen teilzunehmen. Das liegt vielleicht nicht zu letzt daran, dass dort viele Leute zusammen kommen mit denen man √ľber unser aller Lieblingsthema reden kann ohne gleich f√ľr etwas verr√ľckt gehalten zu werden. Nat√ľrlich w√§re eine Ausstellung nicht eine solche, ohne die zahlreichen Besucher!


Klassen

Die gemeldeten Katzen werden in verschiedenen Klassen eingeteilt:

Titel Anwartschaft Erklärung
Wurfklasse mindestens 3 Tiere im Alter von 10 bis 12 (manchmal 14) Wochen
Kittenklasse 3-6 Monate
Jugendklasse 6 bis 10 (manchmal 9) Monate
offene Klasse CAC ab 10 Monate (manchmal 9), Tiere die noch keinen Titel haben und nicht kastriert sind
Kastratenklasse CAP ab 10 Monate, Tiere die noch keinen Titel haben und kastriert sind
Championklasse CACIB Tiere, die 3x CAC von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Premiorklasse CAPIB Kastrierte Tiere, die 3x CAP von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Internationaler Champion CAGCIB Tiere, die 3x CACIB von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben (*)
Internationaler Premior CAGPIB Kastrierte Tiere, die 3x CAPIB von 3 verschieden Richtern bekommen haben (*)
Großer internationaler Champion CACE Tiere, die 3x CAGCI in zwei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Großer internationaler Premior CAPE Kastrierte Tiere, die 3x CAGCI in zwei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Europa Champion GCACE Tiere, die 3x CACE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Europa Premior GCAPE Kastrierte Tiere, die 3x CAPE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Großer Europa Champion CACM Tiere, die 5x GCACE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Großer Europa Premior CAPM Kastrierte Tiere, die 5x GCAPE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
World Champion Tiere, die 8x CACM auf zwei verschiedenen Kontinenten von drei verschiedenen Richtern bekommen haben, plus 3 B√ľhnentiteln
World Premior
World Premior Kastrierte Tiere, die 8x CAPM auf zwei verschiedenen Kontinenten von drei verschiedenen Richtern bekommen haben, plus 3 B√ľhnentiteln

*) Die erforderlichen Titelanwartschaften in den einzelnen Klassen können je nach Verein variieren.

Hat ein Tier den Titel „World Champion“ (bzw. World Premior) erreicht, so startet er auf allen weiteren Ausstellungen in der Ehrenklasse.

Bei vielen Vereinen ist heute ein Besuch auf einer Ausstellungen im Ausland nicht mehr unbedingt nötig. Man benötigt dann nur mehr Titelanwartschaften im Inland. Beispiel: Statt 3x CACE in drei verschiedenen Ländern sind auch 6x CACE im Inland möglich.

Standard und Bewertung der BKH

Standard:

Allgemein Grösse gross bis mittelgross
Kopf Form rund und massiv mit breitem Schädel
Nase kurz, breit und gerade mit einer leichten Einbuchtung, jedoch kein Stopp wie bei den „Exotic“
Kinn kräftig
Ohren Form klein und an den Spitzen leicht abgerundet
Platzierung weit gestellt
Augen Form gross, rund, weit geöffnet und weit auseinander gesetzt
Farbe kupferfarben oder dunkelorange, blau, odd eyed, gr√ľn oder blaugr√ľn, gr√ľn bevorzugt
Hals Der Kopf sitzt auf einem kurzen, sehr kräftigen und gut entwickelten Hals.
K√∂rper Struktur muskul√∂s, gedrungen, Breite Brust, Schultern und R√ľcken stark und kr√§ftig
Beine kurz und stämmig
Pfoten rund und kräftig
Schwanz kurz und dick, leicht gerundet an der Spitze
Fell Struktur kurz und dicht, nicht flach anliegend und mit guter Unterwolle, feine Textur, die Textur soll sich griffig anf√ľhlen
Farbe Jedes Haar sollte bis zur Wurzel einheitlich in der Farbe sein, ausgenommen bei den Tabby- und Silbervarietäten. (Zu den Farbvarietäten siehe nachfolgende Tabellen)

Punkteskala:

Total 100 Punkte
Kopf allgemeine Form, Nase, Kiefer und Gebiss, Stirn, Kinn
Platzierung und Form der Ohren
Form, Grösse und Platzierung der Augen
30 Punkt
Augenfarbe 10 Punkte
Körper Körperbau, Grösse, Knochenbau
Form der Beine und Pfoten
Schwanz und Länge
20 Punkte
Fell Farbe, Zeichnung und Muster, Tipping, Flecken 20 Punkte
Qualität und Textur, Länge 15 Punkte
Kondition 5 Punkte


Vorbereitung

Sie haben sich nun dazu entschlossen eine Ausstellung zu besuchen. Aber wo? und wann? findet denn eine Ausstellung statt? In verschiedenen Katzenzeitschriften sind die Ausstellungen international und teilweise auch national zu entnehmen. Aber auch auf den verschiedenen Websites der Katzenvereine stehen die Termine der n√§chsten Ausstellungen. Haben Sie sich f√ľr eine Ausstellungen entschieden fordern Sie sich die n√∂tigen Unterlagen beim jeweiligen Verein an, f√ľllen diese aus und senden sie an den Verein nat√ľrlich wieder zur√ľck. Die Informationen f√ľr die auszuf√ľllende Nennung entnehmen Sie dem Stammbaum Ihrer Fellnase und der obigen Tabelle, um die Klasse einzutragen. Im laufe der Zeit werden Sie dann vom Verein eine Meldebest√§tigung erhalten. Hier k√∂nnen Sie Ort, Zeit und sp√§testen Einlass entnehmen.


Pflege

Als n√§chstes m√ľssen Sie den Pflegezustand Ihrer Katze √ľberpr√ľfen. Nat√ľrlich soll sich Ihr Tier auf der Ausstellung von seiner besten Seite zeigen! Regelm√§√üiges B√ľrsten, gegebenenfalls ein Bad, die gr√ľndliche Reinigung von Ohren, Augenwinkeln und dem Afterbereich geh√∂ren zur Basispflege. Showprofis verf√ľgen √ľber eine Vielzahl von „Geheimrezepten“. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihre K√§fignachbarn ihren Katzen mit Puderd√∂schen, Spezialk√§mmen, F√∂ns und geheimnisvollen Pasten auf den Leib r√ľcken. Bei der ersten Ausstellung ist es v√∂llig ausreichend, wenn Ihre Katze einen gesunden und gepflegten Eindruck macht.

 

Kleine Checkliste

Nun geht es daran die nötigen Utensilien zusammen zu suchen, denn Sie brauchen noch folgendes:

‚Äʬ†¬† drei Vorh√§nge f√ľr den Ausstellungsk√§fig (erkundigen Sie sich beim Veranstalter nach der genauen K√§figgr√∂√üe!)
‚Äʬ†¬† Gardinenstangen und Befestigungshaken
‚Äʬ†¬† eine Bodenmatte
‚Äʬ†¬† eine Plexiglasscheibe f√ľr die K√§figfront (damit Ihre Katze nicht st√§ndig von Fremden angefasst wird)
‚Äʬ†¬† eine kleine Ausstellungstoilette (Babyklo)
‚Äʬ†¬† Streu, Schippchen, M√ľllbeutel
‚Äʬ†¬† Spielzeuge
‚Äʬ†¬† Wasser- und Futternapf
‚Äʬ†¬† Desinfektionsmittel (um den K√§fig gr√ľndlich zu desinfizieren)
‚Äʬ†¬† K√ľchenpapier
‚Äʬ†¬† B√ľrsten, K√§mme und andere Pflegeutensilien
‚Äʬ†¬† die Meldebest√§tigung
‚Äʬ†¬† den Impfpass (mit den g√ľltigen und n√∂tigen Impfungen – Katzenschnupfen/-seuche und Tollwut)
‚Äʬ†¬† im Ausland: ein amtstier√§rztliches Gesundheitszeugnis

Vergessen Sie auf keinen Fall auch an sich zu denken ;o)

‚Äʬ†¬† etwas zu Essen
‚Äʬ†¬† Kaffe
‚Äʬ†¬† und ein bisschen was S√ľ√ües f√ľr die Nerven

So und nun wird es ernst!

 

Ablauf

Der gro√üe Tag ist da und sie kommen an der Ausstellungshalle an. Dort erwartet Sie der Einlass, an dem gepr√ľft wird ob das jeweilige Tier auch gemeldet ist und die Geb√ľhr hierf√ľr auf das Vereinskonto √ľberwiesen wurde. Ist dies nicht geschehen, so ist die Meldegeb√ľhr, oft verbunden mit einer „Strafe“ f√ľr den s√§umigen Zahler, jetzt f√§llig. Anschlie√üend geht es zur Tierarztkontrolle. Der Amts Vet wartet nun, um Ihr Tier auf Parasiten und Co. zu untersuchen. Zudem wird hier auch das Impfbuch kontrolliert.

Wenn alles i.O. ist geht es weiter und man erh√§lt den Ausstellungskatalog und seine K√§fignummern. Nun k√∂nnen Sie auf die Suche nach Ihrem K√§fig gehen. Wenn Sie ihn gefunden haben, dann richten Sie ihn ein und setzten Ihre Katze hinein. Das Richten beginnt meistens so gegen 10 Uhr, die Besucher d√ľrfen meist aber schon ab 9 Uhr in die Halle. Jede Katze hat eine Nummer (die auch der K√§fignummer entspricht). Ob das Richten begonnen hat, erkennen Sie meist an den in Kitteln umher laufenden Stewards, die kleine Zettel an die K√§fige bringen. Auf diesen steht, wann Sie bei welchem Richter und mit welcher Katze sein sollen. Machen Sie ihre Katze noch kurz h√ľbsch und dann ab zum Richter…

Pro Rasse, Klasse, Farbe und Geschlecht kann immer nur ein Tier das V1 =“vorz√ľglich1″ bekommen, das hei√üt es ist von allen gerichteten Katzen dieser Rasse, Farbe, Klasse und Geschlecht, die ein vorz√ľglich (mindestens 88 von 100 m√∂glichen Bewertungspunkte) bekommen haben die Beste. Nur diese Katze kann auch die jeweilige Titelanwartschaft bekommen und evt. f√ľr die Best in Show nominiert werden.

Nachmittags beginnt dann diese spannende Best in Show. Jeder Richter kann in den von ihm gerichteten Haarlängen je ein Tier in den Klassen:

‚Äʬ†¬† Kittenklasse weiblich
‚Äʬ†¬† Kittenklasse m√§nnlich
‚Äʬ†¬† Jugendklasse weiblich
‚Äʬ†¬† Jugendklasse m√§nnlich
‚Äʬ†¬† Erwachsene weiblich
‚Äʬ†¬† Erwachsene m√§nnlich
‚Äʬ†¬† Kastraten weiblich
‚Äʬ†¬† Kastraten weiblich

nominieren. Mit Haarlängen sind Langhaar-, Halblanghaar und Kurzhaarkatzen gemeint, diese evt. noch unterteilt in schwere (z.B. BKH) und leichte (orientalische) Kurzhaarkatzen.

Wie kommt denn ein „Best in Show“ zustande?!

Ganz einfach! Jeder Richter nominiert, wie oben beschrieben, in den von ihm gerichteten Haarl√§ngen je ein Tier in den jeweiligen Klassen. Nun werden alle nominierten Tiere aus der entsprechenden Klasse aufgerufen und miteinander verglichen. An der Wahl des besten nominierten Tieres nehmen in der Regel alle Richter teil und stimmen anonym ab. Ist dies Geschehen und die Stimmen sind abgez√§hlt, steht das Tier f√ľr Best in Show fest.

Beispiel: Ich habe meine 5 Monate alte Britisch Kurzhaar Dame f√ľr die Ausstellung gemeldet. Der Richter befand sie als so „sch√∂n“, dass er sie nominiert hat f√ľr das Stechen um das „Best in Show“. Damit meine Katze zu dieser Ehre kommt, muss ich sie gegen die anderen nominierten Britisch Kurzhaar Damen in ihrer Altersklasse antreten lassen. Nun h√§ngt es von den Stimmen der Richter ab, wer von allen Nominierten die Auszeichnung bekommt und somit „Best in Show“ ist.

Und das „Best of Best“?!

F√ľr das „Best of Best“ unterscheidet man wieder in Haarl√§ngen, allerdings wird hier nun nicht mehr nach Rassen unterschieden. Z.B. konkurrieren alle kurzhaarigen Tiere die das „Best in Show“ gewonnen haben gegeneinander. Das Prinzip der Wahl ist das Selbe wie oben beschrieben…

Und das „Best over All“?!
Am Schluss wird unter allen „Best of Best“ Tieren das Sch√∂nste herausgesucht.
Diese Katze verl√§sst die Ausstellung als bestes Tier des Tages = „Best over All“.

Best in Variety:

Au√üerdem konkurrieren die Katzen/Kater (Kastraten) noch um den Titel „Best in Variety“. Damit ist entweder der so genannte „Rassesieg“ gemeint, d.h. es wird das beste Tier der jeweiligen Rasse gek√ľrt. Eine weitere M√∂glichkeit ist, dass das beste Tier der jeweiligen Rasse und Farbe den Titel bekommt. Hierf√ľr m√ľssen jedoch gen√ľgend Tiere einer Farbe anwesend sein. Je nach Verein 3-5.

Beispiel 1: Auf der Ausstellung sind 5 BKH in verschiedenen oder auch gleichen Farben anwesend. Der Richter kann nun dem seiner Meinung nach typvollsten Tier (unabh√§ngig von Alter, Geschlecht und Farbe) den Titel „Best in Variety“ geben. Fr√ľher nannte man dies „Rassesieg“. Sind jedoch in den verschiedenen Farben gen√ľgend Tiere anwesend, so wird pro Farbe ein Kater/Katze als das Beste ermittelt.

Beispiel 2: Es sind 12 BKH auf der Ausstellung. 5 Tiere in der Farbe seal point und 7 in blue. Es sind also gen√ľgend Tiere in beiden Farben anwesend. Nun kann das beste Tier in seal point und blue gek√ľrt werden. Dies nennt man dann Best in Color. Der Oberbegriff f√ľr die oben genannten Titel ist „Best in Variety“ (bester seiner Variante). Voraussetzung ist allerdings, dass gen√ľgen Tiere der jeweiligen Farbe anwesend sind, meistens mindestens 3-4 Katzen.

Die Ausstellung neigt sich dem Ende zu…

Gegen 18 Uhr ist die Ausstellung in der Regel vorbei und die Stewards laufen nun wieder um die K√§fige und verteilen die Urkunden und ggf. Schleifen und/ oder Pokale. Ein langer Tag geht damit zu Ende und Sie k√∂nnen auf einen ereignisreichen Tag zur√ľck schauen.

An dieser Stelle sollten Sie noch einmal √ľberdenken wie ihre Katze den Tag „√ľberstanden“ hat. Eher √§ngstlich? Oder unbek√ľmmert? Unsicher? oder selbstbewusst? Die n√§chste Ausstellung sollte Sie auf jeden Fall davon abh√§ngig machen. Denn eines steht fest. Eine Ausstellung sollte Spa√ü machen und nicht in Stress f√ľr die Katze ausarten! Ob sie nun mit oder ohne Titel nach Hause gehen k√∂nnen ist ihnen ganz sicher egal. Und das ist auch o.K. so!!! Denn es gibt da leider auch ganz Andere, die nicht damit umgehen k√∂nnen, wenn das Tier eben mal weniger erfolgreich war…


Bitte an die Besucher

Fassen Sie keine Katzen auf Ausstellungen an, wenn der Besitzer der Katze es Ihnen nicht ausdr√ľcklich genehmigt. Schnell sind eventuell vorhandene Krankheitserreger von einer Katze auf die andere √ľbertragen. Wenn der Besitzer es Ihnen nicht erlaubt, seien Sie nicht traurig. Er m√∂chte eben kein Risiko f√ľr seine Katzen eingehen, was auch verst√§ndlich ist. Sollten Sie dazu aufgefordert werden, sich von dem Anfassen (wenn es denn erlaubt wird) die H√§nde zu desinfizieren, so tun sie das auch. Das ist kein Misstrauen gegen Sie, sondern lediglich Gesundheitsvorsorge f√ľr die Katzen. Wenn Sie mit Kindern auf Ausstellungen gehen, achten Sie bitte darauf, dass diese die Finger nicht durch die K√§fige stecken oder gegen die K√§fige schlagen. Die meisten Katzen – und auch deren Besitzer – m√∂gen das gar nicht gern. (Das gilt √ľbrigens auch f√ľr Erwachsene). Auch das Hochheben der Folien, die mit gutem Grund vor den K√§figen angebracht sind, ist nicht sonderlich gern gesehen.

Wenn Sie sich f√ľr eine Katze n√§her interessieren, sprechen Sie die Besitzer an. Die meisten Aussteller werden mit Sicherheit zu einem ausf√ľhrlichen Gespr√§ch bereit sein und Ihnen auch die Katzen zeigen. Auch wenn die Kleinen noch so niedlich sind: Kaufen Sie nie eine Katze direkt von der Ausstellung weg. Gerade Jungtiere sollten noch einmal die M√∂glichkeit haben, nach einer Ausstellung zur√ľck in ihre gewohnte Umgebung zu kommen. Au√üerdem haben Spontank√§ufe schon so manchen gereut!

Aussteller, die mit einer Katze auf dem Arm (und meist noch sehr dekorativ mit einem Zettel im Mund) durch die Ausstellungshalle laufen, sind auf dem Weg zum Richten. Daher sind diese Aussteller im Moment mit Sicherheit nicht sehr gespr√§chig und absolut nicht erbaut davon, wenn die Katze jetzt auch noch angefasst wird (siehe Punkt 1), Wenn Sie das Richten interessiert, schauen Sie bitte aus geb√ľhrender Entfernung zu. Der Platz um die Richtertische herum ist meist eng genug und in dieser Situation ist es f√ľr alle Beteiligten auch etwas stressig.
Und nun viiiiiel Spaß beim Ausstellen!